Verbands- und Franchisemanagement: Dachmarke stärken, Communities ausbauen

Bei Jägerhorn werden meine zwei Assets – Verbands- und Franchisemanagement – zusammengefügt: Bereiche, in dem ich in den letzten 20 Jahren praktische Beratungserfahrung sammeln und/oder operative Mitwirkung ausüben konnte. 

Und tatsächlich ergeben sich bei einem Blick in den jeweiligen „Maschinenraum der Praxis“ augenfälligen Gemeinsamkeiten von Verbänden und Franchisesystemen. Insbesondere bei der Struktur und Funktionsweise. Die folgenden 6 Punkte sind nur ein Ausschnitt der Parallelen:

  1.  Beides sind Netzwerke von Unternehmen/Mitgliedern, die an ein gegenseitiges Commitment gekoppelt sind. Im Franchise sind es (Dauerschuld)-Verträge, in Verbänden ist es der Beitritt zur Organisation, die „Unterwerfung“ unter die Satzung. Beide Formen des Commitments sind rechtlich bindend und sollten idealerweise lange Bestand haben. Im Franchisebereich spielt natürlich die betriebswirtschaftlich-unternehmerische Komponente eine herausgehobene Rolle („partnership for profit“). Aber auch für Verbände ist das unternehmerische Denken unablässig.
  2. Wer sich der Community anschließt, wird automatisch Bestandteil einer Dachmarke – er wird zugleich ihr Repräsentant, Markenbotschafter. Das stärkt die Gemeinschaft bzw. das Netzwerk und schafft Reichweite und Visibilität, die in zusätzlicher Attraktivität münden.
  3. Die Ausprägung der Partnerschaft ist unterschiedlich – von loser Kooperation bis hin zu einer engen Bindung: Das gilt für Franchiseunternehmen und Verbände gleichermaßen. Jede Organisation hat ihre eigene DANN, Philosophie und Innenleben.
  4. Unter dem Dach des Verbandes oder einer Franchisemarke vereint sich eine lebendige Community aus Partnern oder Mitgliedern. Communities wollen gesteuert, gelenkt, motiviert, gebunden und erweitert werden. Verbandsgeschäftsstellen und Franchisezentralen üben hier eine vergleichbare Funktion aus.
  5. Der Erfolg des Netzwerkes steht und fällt mit der Identifikation der angeschlossenen Mitglieder/Partner. Identifikation bindet und schafft langfristige Partner- und Mitgliedschaften. Im Franchise erfolgt das über unternehmerischen Erfolg, in Verbänden z.B. über durchgesetzte (politische) Ziele.
  6. Es besteht eine materielle Bindung zwischen Zentrale/Geschäftsstelle und Netzwerkpartnern, in Form von Franchisegebühren oder Mitgliedsbeiträgen. Partner/Mitglieder erwarten einen Gegenwert, einen Nutzen. Daueraufgabe einer jeden Zentrale ist es, diese Mehrwerte permanent auszubauenEs besteht ein Kundenverhältnis zwischen Zentrale und Netzwerkpartnern.

Spannend, welche Schnittmengen sich hierbei ergeben. Vor allem in Bezug auf das Management bzw. die Steuerung des jeweiligen Netzwerkes sowie dem Auf- und Ausbau der Marke, der Kreierung von Mehrwerten und Bindung der angeschlossenen Partner.